AKR

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AKR

AKR, diese Abkürzung steht für Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgellschaften. Diese Arbeitsgemeinschaft wurde mit etwa 30 Berliner Religionsgemeinschaften 1947 gegründet, die Johannische Kirche ist Gründungsmitglied. Die AKR dürfte der älteste inter­religiöse Zusammenschluss in Berlin sein, hier arbeiten nicht nur Vertreter christlicher Kirchen zusammen, son­dern auch solche anderer Religionen – Hindus, Buddhisten, Juden, Moslems, Sikhs und Bahai. Die verschie­denen Gemeinschaften entsenden dafür Delegierte.

Zielsetzung

Die Zielsetzung der AKR ist es, in gegenseitiger Achtung der Eigenständigkeit der beteiligten Gemein­schaften gemeinsam für die Werte und die Freiheit religiösen Wirkens einzutreten. So heißt es in der Präambel ihrer Satzung. Es geht also nicht etwa um die Schaffung einer Einheitsreligion, sondern um Zusammenarbeit für Ideale, die die Menschen in unterschiedlichen Religionen für wertvoll erachten. Erste Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft ist also die Anerkennung der Andersartigkeit des Anderen.- Dies entspricht der Aussage Joseph Weißenbergs in seinem Lehrbrief aus dem Jahr 1905, dass Gott verschiedene Mittel und Wege zur Führung des Menschengeschlechts hat. Unter der Zielsetzung der Überbrückung der Konfessionen durch die Liebe arbeitet die Johanni­sche Kirche in der AKR mit.

Maßnahmen

Die AKR verfolgt ihre Ziele insbesondere durch Öffentlichkeitsarbeit. So verdanken wir ihr die Möglichkeit für johannische Prediger, Worte zum Tage bzw. Andachten im Rundfunk zu gestalten (zur Zeit DeutschlandRadio Kultur, NDR und Radio Tide). Im St.-Michaels-Heim findet regelmäßig das „Gesprächsforum der Kirchen und Religionsgesellschaf­ten“ statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Im Frühjahr und im Herbst gibt es in diesem Rahmen je drei öffentliche Podiumsdiskussionen bzw. Vorträge. Diese dienen der interreligi­ösen Verständigung und bieten dem Publikum Einblick in Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten unterschiedlicher religiöser Gemeinschaften. Den Teilnehmern bietet sich hier die Möglichkeit, eine vielfarbige religiöse Palette kennenzulernen und mit Vertretern unterschiedlicher Glaubensrichtun­gen ins Gespräch zu kommen. In größeren Abständen – etwa alle fünf Jahre - lädt die AKR zu größeren Festveranstaltungen ein, in den vergangenen Jahren fanden diese im St.-Michaels-Heim statt. Viele Delegierte der AKR fühlen sich hier „wie zu Hause“ und sind sehr dankbar für die Gastfreundschaft dieses johannischen Kirchenzentrums.

Arbeitsweise

Die Arbeitsgemeinschaft ist ein eingetragener Verein. Mitglieder sind zur Zeit knapp 30 Berliner Kirchen und Religionsgemeinschaften, die durch Delegierte vertreten werden. Die Delegierten der Johannischen Kirche sind die Prediger Ulrike Gehde und Johannes Marek. Die Delegiertenversammlung wählt alle drei Jahre den Vorstand, der sich in besonderer Weise für ihre Belange einsetzt. Delegiertenversammlungen finden im Allgemeinen viermal im Jahr statt, hier berichtet der Vorstand von seiner Arbeit und es werden regelmäßige und gegebenenfalls neue Projekte erar­beitet und besprochen.

Ähnliche Initiativen

Seit dem 11. September 2001 entstanden auch in Deutschland vermehrt Initiativen zur Förderung interkultureller und / oder interreligiöser Verständigung, die allerdings sehr verschiedenartig gestaltet sind, was z.B. ihre regionale Ausdehnung, ihre Mitwirkenden und ihre Arbeitsschwerpunkte angeht. Seit einigen Jahren gibt es außerdem den Berliner Dialog der Religionen, der durch Initiative des Senats entstanden ist und ebenfalls alle Berliner Religionsgemeinschaften anspricht. Da wir als kleinere Kirche nicht genügend Personal für zusätzliche interreligiöse Gremienarbeit haben, sind wir daran indirekt durch die AKR beteiligt. Ein Ergebnis des Berliner Dialogs der Religionen ist die Berliner Lange Nacht der Religionen. Bei der dritten Langen Nacht 2014 hatten etwa 100 Berliner Religionsgemeinschaften in Berlin ihre Häuser für Besucher geöffnet. Die Johannische Kirche beteiligt sich an dieser Veranstaltung seit der ersten Langen Nacht mit dem St.-Michaels-Heim und dem Gemeindehaus in Berlin-Kaulsdorf.

Weitere Arbeitsgemeinschaften

Nach dem Vorbild der Berliner AKR sind in einigen Bundesländern ähnliche Zusammenschlüsse ent­standen, z.B. in Hamburg und Hannover. Weitere Informationen unter www.akr-berlin.de; www.glaube-in-berlin.de ; www.lndr.de.

Quelle

U. Gehde Stand 22.09.14